Falkendom

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Anschrift

Meller Straße 77

33613 Bielefeld

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Allgemeines

Der Falkendom ist ein Jugendzentrum. Tagsüber findet dort Jugendarbeit statt. Diese beinhaltet unter anderem Hausaufgabenhilfe, Nachmittagsbetreuung, Kinderkino und -disco, DJ - Workshops etc. Im Abendbereich finden Konzerte und Partys statt, vornehmlich in den Bereichen Reggae, Hardcore, Metal & Rock und Indie & Alternative. Aber auch andere Musikrichtungen und Kulturveranstaltungen haben im "Dom" ihre Heimat. Es besteht die Möglichkeit, die Räumlichkeiten des Falkendoms für Partys, Konzerte etc. zu mieten.


Geschichte

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Eher einem Zufall ist es zu verdanken, dass der Falkendom zu dem wurde, was er heute ist. Denn eigentlich fühlten sich die Bielefelder Falken sehr wohl in ihrer alten "Linken Baracke" an der Melanchthonstrasse. Seit 1947 hatten sie sich dort getroffen und organisiert, für eine gerechtere Welt gekämpft und auch ausgiebig gefeiert. Bis, ja, bis der Abrissbagger kam!

Ein Ersatzhaus musste her und die Stadt stellte ausgerechnet dem sozialistischen Kinder- und Jugendverband ein altes Gemeindehaus der Landeskirchlichen Gemeinde zur Verfügung.

Unter dem Kreuz und hinter den bunten Fensterscheiben wurde gemalert, gepinselt und gezimmert. Das Ergebnis durfte sich nicht nur sehen lassen, sondern wurde sogar recht schnell zu einer festen Größe der Bielefelder Kulturszene. Die Falkendom-Programme der 80er Jahre sind zu recht legendär. Theater in allen Formen hatte seinen festen Platz in der Meller Straße 77, darunter sogar Ensembles aus Japan und Amerika. Künstler wie Helge Schneider, Ingolf Lück oder Fredrik Vahle traten damals im Falkendom auf. Sogar Tango-Tanzkurse gab es vor 15 Jahren schon bei uns.

Wenn das Wort TANZEN fällt: Die Dom-Disco entwickelte sich damals vom Geheimtipp zur Massenveranstaltung. Oft standen die Besucher Schlange bis zur Sudbrack Straße, um eingelassen zu werden. Aus guten Gründen: niedrige Eintritts- und Getränkepreise sowie alternative Musik jenseits des Mainstreams.

Sehr beliebt war auch die Reihe "Lampenfieber", in der unbekannte Kellerbands ihren ersten öffentlichen Auftritt auf unsrer Bühne hatten, aber natürlich gab es im Falkendom auch jede Menge Konzerte weitaus bekannterer Bands.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Seit seiner Eröffnung vor 20 Jahren sorgte der Falkendom für Ärger bei den Nachbarn. Wegen Ruhestörung musste der Dom eine Zeitlang um 22 Uhr seine Pforten schließen. Ende der 80er Jahre dachte die Stadt sogar über eine ganz andere Nutzung des Gebäudes nach.

Im Februar 2005 musste der Abendbereich für ein halbes Jahr ganz geschlossen werden. Diese Zeit konnte für eine unfangreiche Renovierung genutzt werden. Seit dem September 05 ist das Haus nun auch wieder für Abendveranstaltungen geöffnet.


Gossip

  • Das Gebäude ist dem Bielefelder Widerstandskämpfer Paul Brockmann gewidmet, der wegen Wehrkraftzersetzung von den Nazis hingerichtet wurde. An sein Schicksal erinnert eine Tafel links vom Eingang.
  • Obwohl die Adresse "Meller Straße 77" lautet erreicht man den Falkendom mit dem Auto über die Mielestraße. Mit der Meller Straße verbindet den Falkendom nur ein Fußweg. Die erste Erfahrung mit dem Dom ist daher für die meisten Besucher, das sie ihn nicht finden.
  • Seltsamer Zufall: in den Baum vor dem Eingang schlug einmal ein Blitz ein. Dummerweise hatte sich ein Falke diesen als Rastplatz erkoren. Das arme Tier fiel tot in den Innenhof.
  • Im Saal kann man immer noch die Kirchenfenster erkennen. Sie sind hinter grossen Holzklappen verborgen.

Weblinks